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Von den Jährlich 600 Brandopfern in Deutschland sterben 70% nachts in den eigenen vier Wänden. Der Grund - wenn wir schlafen, schläft auch unser Geruchsinn. Vom Menschen unbemerkt, kann sich der tödliche Rauch eines Brandes schnell im gesamten Gebäude ungehindert ausbreiten. Bereits wenige Atemzüge der giftigen Rauchgase können zum Tode führen. Für die Rettung aus dem Gebäude bleiben nur zwei bis vier Minuten Zeit. Auf diese erschreckende Tatsache haben bereits sieben Bundesländer reagiert und sind den seit langem erhobenen Forderungen der Feuerwehrverbände gefolgt und schreiben Rauchwarnmelder in Wohnungen gesetzlich vor.

Gibt es Richtlinien für Rauchwarnmelder?

Die Anwendungsnorm DIN 14676 legt Mindestanforderungen für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung fest. Diese Norm schreibt vor, dass Rauchwarnmelder nach DIN EN 14604 geprüft sein müssen. Seit Oktober 2005 ist die europäische Norm, EN 14604, die genaue Vorgabe zu den Produkteigenschaften von Rauchwarnmeldern macht, in Kraft getreten. Rauchwarnmelder, die eine Prüfung vom VdS Schadenverhütung bestanden haben, erhalten ein VdS Prüfzeichen.

Gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht

In vielen Bundesländern sind Rauchwarnmelder sowohl in Neu- als auch in Bestandsbauten vorgeschrieben. Die aktuelle gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht ist in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt. Die entsprechenden Paragrafen und die Übergangsfristen finden Sie übersichlich dargestellt auf der Internetseite: rauchmelder-lebensretter.de

Aktuell hat der Großteil der Bundesländer eine Rauchmelderpflicht für private Wohnräume:

Die Gesetze zur Rauchmelderpflicht für Privathaushalte sind in den Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer festgelegt:

Eine Gesetzgebung in Nordrhein-Westfalen ist in Vorbereitung (Stand 13.12.2012).

Rheinland-Pfalz (2003)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlaf- und Kinderzimmer
- für Flure, die als Rettungsweg dienen
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis Juli 2012

Saarland (2004)
- in Neu- und Umbauten
- für Schlaf- und Kinderzimmer
- für Flure, die als Rettungsweg dienen

Schleswig-Holstein (2005)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlaf- und Kinderzimmer
- für Flure, die als Rettungsweg dienen
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis 31.Dezember 2010

Hessen (2005, Änderung 2011)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlaf- und Kinderzimmer
- für Flure, die als Rettungsweg dienen
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis 31.Dezember 2014

Hamburg (2006)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer 
- für Flure, die als Rettungsweg dienen
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis zum 31. Dezember 2010

Mecklenburg-Vorpommern (2006)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer 
- für Flure, die als Rettungsweg dienen
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis zum 31. Dezember 2009

Thüringen (2008)
- in Neu- und Umbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer 
- für Flure, die als Rettungsweg dienen

Sachsen-Anhalt (2009)
- in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis 31. Dezember 2015

Bremen (2010)
- in Neu-, Um- und Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure
- Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis 31. Dezember 2015

Niedersachsen (ab 1.11.2012)
- in Neu-, Um- und Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure
- Nachrüstpflicht für bereits errichtete oder genehmigte Wohnungen bis 31. Dezember 2015

Bayern (ab 1.1.2013)
- in Neu-, Um- und Bestandsbauten
- für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure
- Nachrüstpflicht für bereits errichtete oder genehmigte Wohnungen bis 31. Dezember 2017

Ist Rauchwarnmelder gleich Rauchwarnmelder?

Nein, bei den vertriebenen Rauchwarnmeldern gibt es gewaltige Unterschiede und das nicht nur im Preis. Nach Marktanalysen werden etwa die Hälfte aller Rauchwarnmelder über Baumärkte vertrieben, wobei die meisten davon aus China kommen. Wenn diese jedoch, wie einige Rückrufaktionen zeigen, häufig nicht richtig funktionieren, hat ein höherpreisiger Qualitätsmelder seine Berechtigung. Auch VdS prüft nicht über die DIN EN 14604 hinaus, VdS-anerkannte Melder erfüllen somit ebenfalls nur die Mindestanforderungen nach dieser Norm.
In Großbritannien, Rauchmeldermelderpflicht seit 1995 – ca. 80% der Wohneinheiten ausgerüstet, wurde festgestellt, dass rund 24% der Melder im Gefahrenfalle keinen Alarm gaben. Hauptursache waren Rauchpartikel die den Detektor nicht erreicht haben oder fehlende/leere Batterien.

Wie lässt sich die Qualität erhöhen?

Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf.

Das neue „Q“ in Verbindung mit den Prüfzeichen von VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Die Vorteile: geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer, um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden.

Das neue "Q" kennzeichnet qualitativ hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Verbrauchern, die Wert auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit legen, bietet es eine verlässliche Entscheidungshilfe.

Ein zuverlässiger Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. Dort finden Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern erhalten auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern.

Welche Rauchmelder aktuell das Qualitätszeichen "Q" tragen, erfahren Sie unter http://www.qualitaetsrauchmelder.de/produkte.html

Auch die Anwendungsnorm DIN 14676 für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern wird derzeit überarbeitet. Es sind unter anderem folgende Veränderungen vorgesehen:

  • Neue Definition für die Sicht- sowie Alarmprüfung
  • Angaben für die Überwachung von Treppenhäusern und gemeinschaftlich genutzten Bereichen
  • Beschreibung der Themen Vernetzung und Funkübertragung
  • Prüfkriterien zur Montage von Rauchwarnmeldern an der Decke

Es wird sich in nächster Zeit einiges ändern. Wir bleiben dran und informieren sie rechtzeitig.